Inventionen und Innovationen

Stimmt die Behauptung, dass die Deutschen im Erfinden stark sind, in deren Vermarktung eher schwach? 14 Schülerteams an drei Gymnasien haben sich dieser Fragestellung im Schuljahr 2007/08 angenommen. Jedes Team recherchierte in einem eigenen Themenbereich z.B. am Beispiel der Oberklasse PKWs, dem iPod oder der Magnetschwebebahn. In wie weit sind die Stärken und Schwächen der Menschen in Deutschland und deren Psyche, bedingt durch geschichtliche oder wirtschaftliche Hintergründe geprägt und für heutige Entwicklungen verantwortlich? Wie sieht ein Vergleich zu anderen Nationen aus?  Um diese Ergebnisse zusammen zu führen planten, organisierten und führten eine Schülergruppe, bestehend aus zwei Schülern und vier Schülerinnen, eine Tagung von Schülern für Schüler zum Thema "Inventionen und Innovationen" am 20. Juni 2008 durch.

Nach einer fünf monatigen lehrplanintegrierten Planungszeit im Seminarkurs standen der Ablauf, das Rahmenprogramm und die Referenten für die Tagung fest. Mittels Plakaten, Flyer sowie persönlicher Einladungen wurde Werbung für diese Veranstaltung gemacht.

Am 20. Juni 2008 war es soweit, ein großes Banner mit der Aufschrift "Deutschland - Erfindergeist gegen Innovationsschwäche" begrüßte die Teilnehmer der Tagung im Eingangsbereich des Fraunhofer Institutes für Chemische Technologie. Im Tagungsraum selbst erwartete die Teilnehmer eine optische Attraktion. Mitten durch die Stuhlreihen konnte man den "Weg der Invention zu Innovation" nicht nur nachlesen, sondern beim Lesen auch abschreiten.

Während der Tagung wurden die zahlreich erschienen Schüler nicht nur von ausgewählten Schülerteams, sondern auch von Fachreferenten aus der Industrie zum Thema "Inventionen - Innovation" in sehr anschaulichen Vorträgen informiert. Im Anschluss daran entstanden jeweils sehr rege Diskussionen zwischen den Tagungsteilnehmern und den Referenten.

Im zweiten Teil der Tagung stellten die Schüler-Moderatoren inhaltlich abgestimmte Fragen den Teilnehmern der Podiumsdiskussionsrunde. Die Beantwortung dieser Fragen gab einen Überblick über bisherige Erfahrungen bis hin zu möglichen Verhaltensänderungen seitens der Erfinder/Vermarkter oder auch der Gesetzesgebern.

Die Tagung fand ihren Abschluss mit einem Imbiss, der zu weiteren Informationsaustauschen genutzt wurde. Des Weiteren nutzten die Tagungsteilnehmer die Möglichkeit am "Markt der Möglichkeiten" teilzunehmen rege. Z.B. konnten sich die Teilnehmer hierbei über "Poweriser" einem Fun-Sportgerät informieren bzw. es gleich selbst ausprobieren oder einen Staubsaugerroboter, der selbstständig arbeitet, kennen lernen. Highlights hierbei waren aber eindeutig die von Daimler und Honda zur Verfügung gestellten Hybrid-Fahrzeuge vor dem Tagungsgebäude. Die Schülertagung wurde finanziell von der Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt.

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