Achievers International

Achievers International ist eine Non-Profit-Organisation, die Teil des britischen Enterprise Education Trust ist. Das Konzept von Achievers International sieht einen internationalen Schülerhandel vor, bei dem eine Schülerfirma in Deutschland mit einer Schülerfirma im Ausland "gepartnert" wird. Die Schüler suchen gemeinsam eine Marktlücke auf dem jeweils eigenen und dem Partnermarkt und versuchen dann gemeinsam, ein neues Produkt zu platzieren: Artikel mit der Diddel-Maus, deutsche Schokolade oder Schnitzereien aus dem Erzgebirge. Britische Schüler schicken z.B. im Gegenzug Schmuck, Tee, Cookies und BluTack nach Deutschland.

Die Lebenszeit einer Schülerfirma ist auf ein Schuljahr angelegt. Achievers International (AI) kann aber auch problemlos als feste Einrichtung an einer Schule institutionalisiert werden.
Die Schülerfirma kann entweder in den Wirtschaftsunterricht integriert werden oder als klassenübergreifende Arbeitsgruppe ihre Geschäfte abwickeln. Dabei schlüpfen die Schüler in die Rolle des CEO, des Marketing Managers, sie leiten die Research- und die Sales-Abteilung und kümmern sich als CFO um das Budget. Geschäftsbriefe an die Partnerschule müssen auf Englisch verfasst werden, ein Produktkatalog oder eine Website erstellt und Preise festgesetzt werden, alles wie im richtigen Business.

Da es sich hier um eine Schülerfirmenprojekt mit Echtheitscharakter handelt, kann man erstaunliche Entwicklungen bei den Schülern beobachten: Anfangs kommen sie noch in Jeans und Turnschuhen, aber bei den Geschäftsterminen erscheinen sie gestylt in Kostüm und Anzug.

Nicht selten finden gegenseitige Besuche statt, um die Handelspartner persönlich kennen zu lernen. Wenn dazu das Geld fehlt, bietet die Organisation UK-German-Connection finanzielle Unterstützung an.

Das Programm bietet mehrere wertvolle Ansatzpunkte zur Förderung von Schülern:

  1. Durch die Arbeit in einem Unternehmen trainieren die Jugendlichen "Soft Skills", die insbesondere für das berufliche Fortkommen wichtig sind.
  2. Es werden Arbeits- und Lerntechniken praktisch angewandt und zwar nicht nur in der Planung für sich selbst, sondern für ein Unternehmen, eine Abteilung, einen Arbeitsbereich oder eine konkrete Aufgabe, die Teil eines großen Ganzen sind.
  3. Medienkompetenz wird in Größenordnungen geübt. Durch Internet- und Messeauftritte, durch die Präsentation ihres Unternehmens auf Bildungsveran-staltungen lernen die Schüler sich und ihr Unternehmen dazustellen.
  4. Schülerunternehmen eignen sich in besonderem Maße zur Förderung besonderer Fähigkeiten und Begabungen, weil sich die Schüler durch die Arbeit in Abteilungen zu Experten in einem bestimmten Bereich entwickeln und trotzdem den Überblick über die allgemeinen Ziele des Unternehmens behalten müssen.
  5. Um die Schüler zu Experten in bestimmten Bereichen zu machen, ist z.B. die Zusammenarbeit mit Unternehmensberatungen möglich, die den Schüfis Experten für die Schulung in angefragten Bereichen zur Verfügung stellen.
  6. Die Arbeit in einer internationalen Schülerfirma ist besonders für sprachlich begabte Schüler oder Schüler, die wenig Möglichkeit zum Sprechen haben, interessant, weil sie hier die Gelegenheit haben, Sprache in der Praxis anzuwenden und zum Hinzulernen motiviert werden.

Am Ende des Schul- und Geschäftsjahres wird den erfolgreichen Teilnehmern ein Zertifikat überreicht. Die Bescheinigung, dass man freiwillig an einer international agierenden Schülerfirma teilgenommen hat, ist ein wertvolles Dokument für die Bewerbungsmappe.

Bei Interesse und für weitere Informationen:
Dörthe Krause
TheoPrax Zentrum
Tel.: 0721/4640-305
Fax: 0721/4640-800-305
doerthe.krause@ict.fraunhofer.de

TheoPrax auf Facebook

Partner